Gruppenbild vor der Villa ten Hompel
"Besonders gut gefallen haben mir die verschiedenen Methoden, etwas über die NS-Zeit zu erfahren bzw. seine Meinung dazu sagen zu können, und dass man selber denken musste und nicht nur vorgetragen wurde."
Am 25. November stellte sich der Leistungskurs Pädagogik auf der Treppe der Villa ten Hompel in Münster zum Gruppenfoto auf und wurde damit Teil der wechselhaften Geschichte dieses Hauses.
In den ersten Jahren fotografierte sich dort die Industriellenfamile ten Hompel, ab 1940 die vierzig Mitarbeiter der Ordnungspolizei, die von hier aus Erschießungskommandos und Transporte in die Vernichtungslager in Osteuropa koordinierten. Von 1953 bis 1968 trafen sich die Mitarbeiter des 'Dezernats für Wiedergutmachung' zum Fototermin vor der Villa und seit 1999 die Mitarbeiter des Geschichtsortes 'Villa ten Hompel' mit diversen Kursen und Schulklassen.

"Ich würde anderen Gruppen dieses Haus empfehlen, da man von einer ganz anderen Seite an das Thema herangeführt wird. Man steckt durch das Haus in der Geschichte drin, bekommt Fallbeispiele und wird emotionaler an die Thematik herangeführt."
Ausgangspunkt war die obligatorische Thematik für die Stufe 13 "Erziehung im Nationalsozialismus", die schließlich in die Fragestellung mündetete, wie eine Pädagogik nach Auschwitz aussehen kann. Ein Baustein dabei ist das Lernen an Gedenkstätten bzw. an einem Geschichtsort wie der Villa ten Hompel.
Dieser Gedanke hat die Schülerinnen und Schüler des Kurses nach Münster geführt, um die Villa und ihre Geschichte zu erkunden, viel über Schreibtischtäter und Opfer zu erfahren, Methoden auszuprobieren und ihre Erfahrungen zu reflektieren.
"Ich denke, für viele Schulklassen ist ein solcher Besuch wichtig. Sie können aktiv über den Holocaust und dessen Folgen diskutieren. Dabei hören sie nicht nur Vorträge, sondern können ihren Gedanken freien Lauf lassen. Es wird individuell auf die Schüler eingegangen."





